Freeskiing - erklärt im PalmerProject-Ski- und Snowboard-Lexikon
Freeski bezeichnet eine spezielle Variante des Skisports. Unterschieden wird zwischen den drei Arten Freestyle, Freeride und Ski-X (Ski-Cross). Sogenannte „Old-School“-Disziplinen wie Aerial-Springen, Buckelpisten-Fahren werden nicht als reine Freeski-Disziplinen bezeichnet. Freestyle-Big Air: Big Air Contests sind die Aerial oder Sprung Bewerbe des New School Freestyle. Im Gegensatz zu den Aerials im traditionellen Freestyle geht es beim Big Air nicht um technisch hochschwierige Sprünge wie Mehrfachsalto mit mehreren Schrauben und perfekter Körperspannung sondern vor allem um Style und Coolness. Vorwärts oder rückwärts, also fakie, geht es mit Flips, Spins und Grabs über eine Schanze. Besonders die verschiedensten Grabs sind beliebt, um in die verschiedensten Körperpositionen zu gelangen. Die Sprungschanzen sind im Gegensatz zu den Freestyle Aerial Kickern (Sprungschanzen) wesentlich flacher, ähnlich dem Snowboard, Backcountry Snowboarding">Snowboard Big Air. Bewertet wird der Sprung von meist 3 bis 5 Judges (Jurymitgliedern), üblicherweise nach Kriterien wie Style, Landung, Schwierigkeit oder Ähnlichem. Halfpipe, Quarterpipe: Neben den reinen Big Air Contests gibt es im Slopestyle auch Halfpipe und Quarterpipe Bewerbe. Der Grundgedanke bleibt aber der Gleiche, coole Sprünge möglichst stylisch in der Halfpipe oder Quarterpipe auszuführen. Der Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Normal oder fakie, Spin oder Flip und natürlich Grabs. Bewertet wird der Lauf wiederum von Kampfrichtern. Slopestyle: Slopestyle Contests sind Bewerbe bei denen mehrere Einzeldisziplinen wie Parcours mit Steilkurven, Big Air Sprünge und Quarterpipes kombiniert werden. Die Bewertung wird wieder von Kampfrichtern vorgenommen, wobei auch Ausscheidungswettkämpfe (Athlet gegen Athlet), bei denen auch die Zeit eine Rolle spielt, vorkommen. Beim Slopestyle gibt es kein einheitliches Reglement, was aber auch die Philosophie des Freeskiing widerspiegelt. Den Veranstaltern sind also fast keine Grenzen gesetzt in der Art und Ausführung des Bewerbes. Spaß mit Gleichgesinnten und Style stehen im Vordergrund. Zur Freude der Athleten werden immer mehr Wettkämpfe in der verschiedensten Varianten veranstaltet. Freeride - Big Mountain: Die Disziplin Freeride, bei der wie in alten Skizeiten der Start des Rennens der Gipfel und das Ziel das Tal ist, gilt als Königsdisziplin des Freeskiing. Der Big Mountain Freeski Contest findet in freiem, 40 bis 55° steilem, felsdurchsetztem Gelände mit einem Höhenunterschied von ca. 400 - 600m statt. Dabei gibt es einen Start und einen Zielpunkt, der Weg dazwischen ist den Athleten überlassen. Innerhalb eines festgesetzten Zeitlimits ist eine möglichst anspruchsvolle Route in aggressiver und flüssiger Fahrweise zu absolvieren. Mittlerweile gibt es auch verschiedene Freeride-Style contests, bei denen die Fahrer Sprünge von Felsen machen. Diese werden dann auch wiederum von Judges bewertet. Ski-X (Ski - Cross): SkierX ist die Disziplin des Freeskiing, die gewisse Ähnlichkeiten mit alpinen Rennen aufweist. Gleichzeitig starten drei bis sechs, meistens vier, Freeskier in einen Parcours aus Steilkurven, Wellen, Schanzen und Sprüngen. Es werden z. B. auch Sprünge über Wasserbecken u. ä. eingebaut. Die Schnelleren qualifizieren sich für die nächste Runde, die Langsameren scheiden aus. So geht es im Ausscheidungsverfahren weiter, bis zum Schluss im Finale der Gewinner als Schnellster ermittelt wird. Mittlerweile gibt es bereits eigene Rennserien im SkierX rund um den Globus. Auch werden inzwischen einige Offpist-SkierX veranstaltet, also SkierX im freien Gelände, sozusagen eine Mischung aus Freeride und normalem SkierX. Contest-Form: Gestartet wird in 4er oder 6er Gruppen zusammen. Im K.O.-System wird das Weiterkommen der Fahrer ermittelt. Die Strecke beinhaltet eine Vielzahl von Hindernissen (Wellen, Steilwandkurven, Sprünge), welche die Wettkämpfer auf schnellstem Weg bewältigt müssen. Der Körperkontakt ist nicht gestattet und wird bei groben Vergehen geahndet, kann aber trotzdem nicht immer vermieden werden. Bewertet wird ausschließlich die Zeit. Ski-Cross ist eine der New-school Disziplinen, welche stark im Kommen ist. Es besteht bereits ein großes Interesse seitens der Medien und Ausrüstern. Eine Sonderform oder Variante des SkierX ist der „Chinese Downhill“. Ein Rennen der besonderen Art. Im Massenstart gehts von oben nach unten, keine vorgeschriebene Route, keine Tore, keine Zeitnehmung. Chinese Downhill ist sozusagen ein Freeride Wettbewerb, bei dem der erste im Ziel auch schon der Sieger ist. Quelle: Wikipedia.