Flims Laax - erklärt im PalmerProject-Ski- und Snowboard-Lexikon
Flims (rätoromanisch Flem) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Imboden des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die Gemeinde ist unterteilt in Flims-Dorf und Flims-Waldhaus. Weiter gehören die Dorfteile Fidaz und Scheia zur politischen Gemeinde. Auf dem Schuttkegel des Flimser Bergsturzes im Süden der Gemeinde liegt der Grosswald Flims mit seinen vier Seen. Der grösste, der Caumasee (Lag la Cauma), ist durch sein wunderschönes Blau bekannt. Er ist im Sommer ein beliebter Badesee und wird auch im Winter oft besucht. Der Caumasee wie auch der Lag Prau Pulté und der Lag Tuleritg haben stark schwankende Pegelstände und fast ausnahmslos unterirdische Zu- und Abflüsse. Der weiter östlich liegende Crestasee ist auch als Badesee bekannt, hat aber einen praktisch konstanten Pegel. Südlich des Grosswalds liegen die Steilwände der Rheinschlucht Ruinaulta. Sie fallen rund 350 Meter zum Vorderrhein hin ab. Erstmals urkundlich erwähnt wird Flims 765, als Bischof Tello von Chur zahlreiche Gebiete der unteren Surselva, darunter auch seinen Erbteil der Ortschaft Flemme (Flims) dem Kloster Disentis vermachte. Hoch über der Strasse von Flims nach Trin liegt die Ruine der Burg Belmont. Am 6. Juni 2006 wurde Flims ein Opfer eines Grossbrandes: Im Oberdorf brannten am Abend sieben Wohnhäuser und sieben Ställe komplett nieder; über zwanzig Menschen verloren ihr Heim. Vom 18. September bis 6. Oktober 2006 fand in Flims die Herbstsession der eidgenössischen Räte statt. Wegen Bauarbeiten im Bundeshaus in Bern tagten die Räte auswärts. Als Referenz an die Vierte Landessprache fand die Session (rät. Sessiun) im romanischsprachigen Kanton Graubünden statt. Es wird momentan an einem Umfahrungstunnel gebaut, welcher das Dorf ab Herbst 2007 vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Oberhalb von Flims befindet sich ein grosses, zusammenhängendes Skigebiet, welches sich auch über die Gemeindegebiete von Laax und Falera erstreckt und auch von diesen Gemeinden zugänglich ist. Im Sommer sind einige Aussichtspunkte mit Bergbahnen erreichbar. Das ganze Gebiet verfügt über ein gut ausgebautes Bike- und Wanderwegnetz. Seit September 2006 steht südlich von Flims bei Conn eine Aussichtsplattform, die im Auftrag der Gemeinde von der Churer Architektin Corinna Menn entworfen wurde. Sie liegt 380 Meter über dem Rhein am Rand der Ruinaulta und bietet spektakuläre Ausblicke über die Schlucht. Die Plattform "Der Mauersegler", romanisch "Il spir" besteht aus einem einzigen Pfeiler, der an zwei Stellen verankert ist. Der Pfeiler, zurückgehalten von einem Zugkabel, ragt in die Schlucht hinaus. Auf dem Pfeiler liegt die dreieckige Plattform aus Lärchenholz, die dem Bauwerk die Form eines Mauerseglers verleiht. Zwischen 1850 und 1870 kam es zu einer grösseren Abwanderungswelle aus Flem (1850-1870:-18 %) in die Industriezentren der Region. Danach pendelte die Einwohnerzahl bis 1900 um die 800-Einwohner-Marke. Die Bevölkerung stieg zwar in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich an (von 789 auf 1148 Personen oder +45 %), doch ist Flims erst durch die touristische Erschliessung in raschem Tempo gewachsen (1950-2005:+127 %). Statt 906 Einwohner wie im Jahre 1850 zählt die Gemeinde heute über 2600 Bewohner. Quelle: Wikipedia.