Bogner - erklärt im PalmerProject-Ski- und Snowboard-Lexikon
Die Bekleidungsfabrik Willy Bogner GmbH & Co. KGaA wurde im Jahre 1932 von dem Sportler Willy Bogner senior gegründet, heute ist sein Sohn Willy Bogner junior der Geschäftsführer. Bogner war ursprünglich ein Hersteller von Skimode. Der Verkauf erfolgt durch Großhändler und Niederlassungen. Bogner besitzt jedoch auch eigene Shops. Im Jahre 1967 wird das Unternehmen Bogner Film gegründet, wo der Sohn des Firmengründers, Willy Bogner junior selbst Dreharbeiten bei James-Bond-Filmen übernimmt. Bogner erhielt im Jahre 1970 den Münchener Modepreis. Seit 1973 ist das deutsche Unternehmen auch im amerikanischen Markt vertreten. Unternehmenssitz ist München. Das Unternehmen Cosmopolitan Cosmetics besitzt die Lizenzrechte für Parfums von Bogner. Willy Bogner senior (* 1909, † 1977) war ein deutscher Skisportler, Gründer der Bekleidungsfirma Bogner GmbH und Vater von Willy Bogner junior. Willy Bogner war mehrfacher deutscher Meister in der Nordischen Kombination und Dritter der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1935 in der Tschechoslowakei. Des Weiteren gewann er die Silbermedaille mit der Mannschaft (4x10 km) bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1934 in Solleftea/Schweden. Er gründete 1932 den Willy-Bogner-Skivertrieb, seine spätere Frau Maria Lux entwarf Sportkleidung, die Willy Bogner produzieren ließ und sehr erfolgreich vermarktete. Bogner nahm 1936 in Garmisch-Partenkirchen an den Olympischen Winterspielen teil und sprach stellvertretend für die Athleten den Olympischen Eid. Seit damals tragen die Skisportler des deutschen Kaders bei Olympischen Spielen traditionell Bogner-Bekleidung. Willy Bogner junior (* 23. Januar 1942 in München) ist ein ehemaliger deutscher Skirennfahrer, Filmemacher, Designer, Inhaber der Bekleidungsfirma Bogner GmbH und der Sohn von Willy Bogner senior. Er gehörte in den sechziger Jahren zu den besten deutschen Skifahrern. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley führte er nach dem ersten Durchgang im Slalom, konnte jedoch dem Druck nicht standhalten und schied im zweiten Durchgang aus. Nach seiner Karriere als Skirennfahrer widmete sich Bogner der Mode und arbeitete in der Firma seines Vaters Willy Bogner senior, deren Leitung er 1977 nach dem Tod des Vaters übernahm. Bis heute rüstet Bogner die deutsche alpine Skinationalmannschaft und die deutschen Mannschaften bei den Olympischen Winterspielen aus. Auch als Filmemacher machte er sich einen Namen und drehte einige Sportspielfilme. Im Jahr 1969 war er erstmals für Eon Productions Ltd. im James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät als Ski-Kameramann tätig. Die Ski-Action-Szenen des Films im Verleih der United Artists erhielten aufgrund technischer Innovationen und deren unkonventioneller Verwendung große Anerkennung (Bogner fuhr u. a. auf speziellen Skiern rückwärts mit der Kamera vor den Ski-Fahrern her). In weiteren Bond-Filmen Der Spion, der mich liebte, In tödlicher Mission und Im Angesicht des Todes leitete er die Aufnahmen der Skifahrsequenzen. 1985 erhielt er den Bambi, 1986 den Bayerischen Filmpreis für seinen Film Feuer und Eis. Am 12. April 1964 wurde Willy Bogners damalige Lebensgefährtin, die Skirennläuferin Barbi Henneberger, in der Schweiz durch eine Lawine getötet. Am 15. Dezember 1972 heiratete Bogner die gebürtige Brasilianerin Sônia. Das Paar adoptierte zwei brasilianische Kinder: Florinda und Bernhard. Am 1. Oktober 2005 nahm sich der siebzehnjährige Bernhard das Leben. Am 15. und 16. Dezember 2006 betätigte sich Bogner als Co-Moderator beim TV Total Parallelslalom des Fernsehsenders ProSieben. Quelle: Wikipedia.